Restharn

Als Restharn bezeichnet man die Menge Urin, die nach einer normalen Miktion (Blasenentleerung)
noch in der Harnblase verbleibt. Sie kann mittels Einmalkatheterisierung oder sonographisch
nach der Blasenentleerung gemessen werden. Restharn sollte nicht über 50 ml betragen.
Restharnbildung ist häufig eine Folge von Blasenentleerungsstörungen.

Verbleibt der Urin in der Blase, können sich Krankheitskeime ansiedeln. Das
Risiko von Harnwegsinfektionen und Blasensteinen ist deutlich erhöht. Das Wasserlassen
ist durch die Infektion für den Betroffenen sehr schmerzhaft. Fieber und Schüttelfrost
können zusätzlich auftreten. Erhöhte Restharnmengen finden sich bei Abflussstörungen im
Bereich der Harnröhre, Erkrankungen der Harnblase und Blasenentleerungsstörungen
neuromuskulärer Ursache, u.a.. Erhöhte Restharnmengen begünstigen die Entstehung
rezidivierender Harnwegsinfekte.