Inkontinenz

Harninkontinenz (sog. Blasenschwäche)

Verlust oder das Nichterlernen der Fähigkeit, Urin verlustfrei in der Harnblase
zu speichern und selbst Ort und Zeitpunkt der Entleerung zu bestimmen. Laut
Definition der Fachgesellschaften liegt eine Inkontinenz bereits ab einem Tropfen
Urinverlust vor.

Stuhlinkontinenz ist der unfreiwillige Verlust von Stuhl. Der von Inkontinenz
Betroffene kann also nicht mehr bewusst kontrollieren, wann und wo Urin oder
Stuhl abgehen.

Mögliche Ursachen sind zum Beispiel: schwache Beckenbodenmuskulatur durch
Schwangerschaft(en), Operationen im Beckenbodenbereich, Lähmung, Stress
und vieles mehr. Für den unkontrollierten, unbewussten und spontanen Harnverlust
können auch Erkrankungen wie Diabetes, Fisteln oder Tumore im Rückenmark
als Ursache ausgemacht werden.

Grade der Inkontinenz

Die Harninkontinenz wird in vier Schweregrade unterteilt, die sich nach
dem Harnverlust innerhalb von 4 Stunden richten:

Leichte Inkontinenz:                      Harnverlust weniger als 100 ml in 4 Stunden

Mittlere Inkontinenz:                    Harnverlust von 100 bis 200 ml in 4 Stunden

Schwere Inkontinenz:                   Harnverlust von 200 bis 300 ml in 4 Stunden

Schwerste Inkontinenz:                Harnverlust von mehr als 300 ml in 4 Stunden