Enuresis

(nächtliches Bettnässen) (griechisch: en „hinein“ und ourein „nässen“)

Unwillkürliche Einnässen während des Nachtschlafs. Eine Enuresis liegt dann vor,
wenn der nächtliche Urinverlust in mindestens zwei Nächten pro Monat auftritt und
das Kind mindestens sechs Jahre alt ist. Liegt ein Einnässen am Tag vor, spricht man
hingegen von kindlicher Inkontinenz.

Beim nächtlichen Einnässen handelt es sich häufig um eine genetisch bedingte
Reifungsstörung des zentralen Nervensystems. Häufig ist dann die hormonelle Regulation
des Antidiuretischen Hormons (ADH = Vasopressin) gestört, die den Wasserhaushalt im
Körper steuert. Oft ist zusätzlich das Zusammenspiel zwischen Blasenkontrolle und der
Schlaftiefe unterentwickelt. Enuresis ist die zweithäufigste Erkrankung im Kindesalter.