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Wäsche auf der Wäscheleine

Urin und Uringerüche erfolgreich beseitigen

Ob auf der Kleidung oder auf Oberflächen in der Wohnung wie Polster, Sofa und Fliesen: Der Urin und Uringeruch kann mit Hilfe von speziellen Produkten und unterschiedlichen Hausmitteln beseitigt bzw. neutralisiert werden. 

Gerüche verfügen über einen sowohl nach innen als auch nach außen gerichteten Einfluss auf mitmenschliche Beziehungen. Ist man häufiger mit Uringerüchen an der eigenen Kleidung oder Wohnung konfrontiert, so kann sich eine Furcht davor entwickeln, dass Mitmenschen diese Gerüche wahrnehmen könnten. Folglich ziehen sich einige Betroffene aus dem gesellschaftlichen Leben zurück, aber das muss nicht sein. Die Reinigungsindustrie hat spezielle Produkte, wie Hygienemittel oder Sprays, hergestellt, die Uringerüche effektiv beseitigen. Andererseits erweisen sich auch bestimmte Hausmittel, wie Apfelessig, Natron oder Zitronensaft als nützlich.

Uringerüche in der Wohnung entfernen

Nicht nur Inkontinenzbetroffene, sondern auch Eltern von Kleinkindern oder Besitzer von Haustieren kennen die Problematik. Ist der Urin frisch auf eine Oberfläche oder ein Material ausgetreten, sollte die Flüssigkeit so schnell wie möglich aufgesogen/aufgewischt werden, um der eventuellen Ausbreitung des Geruchs zu vorzubeugen. Im nächsten Schritt ist die Art der Oberfläche bzw. des Materials zu beachten.

Der Markt bietet spezifische Produkte für fast alle Materialien, sowohl zur Fleckenentfernung als auch zur Geruchsneutralisierung. Der Enzymreiniger ist das Allround-Talent unter den Urinreinigern, da es sich für fast alle zu reinigenden Oberflächen und Materialien eignet und eine wirksame Alternative zu chemischen Produkten darstellt. Er wirkt besonders tief ein, erreicht die Urinkristalle und zersetzt diese. Enzymreiniger sind nicht giftig und werden größtenteils für die Reinigung von Teppichen und Polstermöbel verwendet. Zusätzlich können Raumsprays in verschiedenen Duftvariationen zur hygienischen Beseitigung unangenehmer Gerüche verwendet werden. Diese überdecken die Gerüche nicht nur, sondern bekämpfen Bakterien und sorgen für einen frischen Duft in Räumen, auf Textilien und Polstermöbeln.

PVC-Böden und Fliesen sind in der Regel ebenfalls leicht zu reinigen: Frischer Urin kann mit einem Papiertuch oder ähnlichem aufgewischt werden. Bei bereits getrocknetem Urin nehmen Sie einen Reiniger Ihrer Wahl (Hausmittel reichen oft aus), lassen diesen kurz einziehen und wischen ihn auf. Bei Rückständen scheuern Sie mit einer Bürste oder einem härteren Lappen nach.

Die Reinigung eines Holzuntergrundes gestaltet sich hingegen schwieriger, denn der Urin zieht rasch in das Holz ein und hinterlässt Flecken. Wischen Sie den Urin also so schnell wie möglich auf. Um den Fleck zu entfernen eignet sich ein altbewährtes Hausmittel: Geben Sie etwas verdünnte Essigessenz oder Zitronensäure auf ein Tuch, legen es auf den Fleck und beschweren dieses von oben. Kontrollieren Sie den Fleck dann stündlich, dieser wird nach und nach verblassen. Als Alternative kann Chlorbleiche zum Entfernen des Flecks verwendet werden, allerdings ist die Handhabung schwieriger und die Dosierung anspruchsvoller.

Uringeruch aus der Kleidung entfernen

Manchmal wird man den Eindruck nicht los, dass der Uringeruch tief in die Kleider eingesickert ist, selbst wenn diese bereits gewaschen wurde und keine Flecken mehr aufweist. Mit den folgenden Tipps werden Sie Ihre Lieblingsstücke wieder bedenkenlos tragen können.

Die mit Urin verunreinigte Kleidung sollte als erstes unbedingt von der „sauberen“ Wäsche getrennt und separat gewaschen werden bis der Geruch beseitigt ist. Bevor Sie die Kleidung in der Waschmaschine behandeln, können Sie das verunreinigte Kleidungsstück vorbehandeln, indem Sie es mit kaltem Wasser spülen und dann mit warmen Seifenwasser kurz durchkneten.

Da die Bakterien im Urin nur bei hohen Temperaturen vernichtet werden können, muss die Wäsche bei mindestens 60 Grad erfolgen, um den Uringeruch zu entfernen. Selbstverständlich eignet sich nicht jedes Kleidungsstück für eine so heiße Wäsche.  Alternativ kann ein enzymatisches Waschmittel verwendet werden. Der Vorteil hierbei ist, dass dieser seine Wirkung bereits bei niedrigen Temperaturen (30-40 Grad) entfaltet. Er dringt tief in die Faser ein und zersetzt die Urinkristalle, wodurch Flecken und Gerüche beseitigt werden. Zu beachten ist, dass enzymatische Waschmittel nur bei Wäschen bis zu 45 Grad wirken können, da eine höhere Wassertemperatur die Enzyme zerstört.

Alternative Hausmittel: Natron, Essig, Zitrone

Auch wenn enzymatische Reiniger eine nachhaltige sowie rückstandslose Lösung anbieten, sind bewährte Hausmittel oft ausreichend. Sie können mitunter genauso gut wie chemische oder enzymatische Reiniger wirken:

• Apfelessig ist besonders wirksam, wenn man eine viertel Tasse in das Weichspüler-Fach zusammen mit dem herkömmlichen Waschmittel gibt.

• Urinflecken können besonders gut mit einigen Spritzen Zitrone nach einer kurzen Einwirkzeit entfernt werden. Die Zitronensäure wirkt sowohl auf die Verfärbung als auch auf den Geruch.

• Natron oder Backpulver eignen sich hervorragend für Polster, Teppiche sowie Fliesenfugen. Entweder mit Wasser verdünnt oder rein auf die Verunreinigung geben, einziehen lassen und dann abwaschen bzw. abreiben.

Psychologisches Anliegen: Existiert der Uringeruch wirklich?

Diese Frage stellen sich viele Betroffene und sind daher sehr verunsichert, denn der Uringeruch „klebt“ förmlich in der Nase. Wir alle kennen dieses Phänomen, wenn wir etwas Unangenehmes gerochen haben und diesen Geruch nicht mehr aus der Nase bekommen. Wenn Sie durch dieses Empfinden verunsichert sind, fragen Sie eine Person Ihres Vertrauens, ob diese auch einen Uringeruch wahrnimmt. Sollte dies der Fall sein, gibt es, wie in diesem Artikel beschrieben, verschiedene Möglichkeiten die Problematik anzugehen.

Wenn Sie darüber hinaus wissen möchten, wie Uringeruch auf Inkontinenzprodukten gebunden wird bzw. wie er trotzdem entstehen kann, finden Sie hier unseren Blogartikel zu diesem Thema.

Ihr inkozell-Team