Was ist Inkontinenz

Der Begriff Inkontinenz leitet sich vom lateinischen Wort „incontinens“ ab, es bedeutet „nicht bei sich behaltend“. Von Harninkontinenz spricht man, wenn Urin ungewollt aus der Blase abgeht. Stuhlinkontinenz ist der unfreiwillige Verlust von dünnflüssigem oder festem Stuhl. Der von Inkontinenz Betroffene kann also nicht mehr bewusst kontrollieren, wann und wo Urin oder Stuhl abgehen.

Ursachen

Eine Inkontinenz ist keine Krankheit an sich sondern ein Symptom. Ebensogut kann sie aber auch schlichtweg eine Begleiterscheinung des Älterwerdens sein. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel: schwacher Beckenboden durch Schwangerschaft(en), Operationen im Beckenbodenbereich, Lähmung, Stress und vieles mehr. Für den unkontrollierten, unbewussten und spontanen Harnverlust können auch Erkrankungen wie Diabetes, Fisteln oder Tumore im Rückenmark als Ursache ausgemacht werden.

Häufigkeit und Bedeutung

Der unkontrollierte Verlust von Urin ist für Betroffene ein schwerwiegendes, hygienisches und soziales Problem.

Jeder zwölfte Mann und jede vierte Frau wird einmal mit dieser Situation konfrontiert. Allein in Deutschland sind etwa 6 Millionen Menschen inkontinent. Für die meisten Betroffenen ist diese Blasenschwäche eine heikle, mit vielen Tabus behaftete Situation. Obwohl sich gerade in den letzten Jahren die Einstellung zu diesem Thema geändert hat, verschweigen es viele an Inkontinenz leidende Menschen, anstatt offen darüber zu sprechen. Die Sorge, dass andere Menschen etwas davon bemerken, lässt Betroffene den Kontakt zu ihren Mitmenschen meiden. Häufig gehen sie kaum noch außer Haus. Das kann zu Vereinsamung und Depressionen führen.

Grade der Inkontinenz

drop1Leichte Blasenschwäche: Bei sportlicher Betätigung, Anstrengung, Laufen, Niesen, Husten, Lachen geht manchmal Urin ab. Bezüglich des Volumens sind es einige „Tröpfchen“ oder kleinere Mengen.
drop2Mittlere Blasenschwäche: In unregelmäßigen Abständen, auch in Situationen ohne körperliche Anstrengung geht Urin ab. Bezüglich des Volumens handelt es sich um kleinere bis mittlere Mengen.
drop2Mittlere bis schwere Blasenschwäche: Es tritt ein intensiver übermächtiger Harndrang auf, der nicht mehr zurückgehalten werden kann. Bezüglich des Volumens handelt es sich um mittlere bis große Mengen.
drop2Schwere Blasenschwäche: Eine Entleerung kann prinzipiell immer passieren, unabhängig von der Situation. Bezüglich des Volumens handelt es sich um eine komplette Entleerung der Blase.

Formen der Inkontinenz

Funktionelle Inkontinenz

Unfähigkeit eines normalerweise kontinenten Menschen, die Toilette rechtzeitig zu erreichen, um einen unwillkürlichen Urinabgang zu vermeiden, z.B. bei Einschränkungen in der Mobilität. Es liegt keine Störung des Urogenitaltraktes vor.

Akute reversible Inkontinenz

Inkontinenz, die wieder behoben werden kann.

Ursachen können sein: Stuhlgangprobleme, reduzierte Mobilität, Infektionen, psychische Probleme

Chronische Harninkontinenz – dazu gehören:

Dranginkontinenz

unkontrollierter Harnverlust (meist größere, oft auch wechselnde Mengen) durch Unfähigkeit, die Miktion hinauszuzögern, nachdem Harndrang empfunden wurde.

Belastungs- Stressinkontinenz

unwillkürlicher Urinverlust (meist kleinere Mengen), z.B. durch Husten, Niesen, Lachen

Grad 1: Urinverlust bei geringer Belastung (z.B.Husten)

Grad 2: Urinverlust bei hoher Belastung (z.B. beim gehen, aktive und passive Bewegungen, Aufstehen)

Grad 3: Urinverlust ohne Belastung

Mischinkontinenz

Unfreiwilliger Urinverlust, der mit Handrang und körperlicher Belastung einhergeht.

Es liegt sowohl eine Drang- als auch eine Belastungs- / Stressinkontinenz vor.

Unkategorisierende Inkontinenz

Beobachtbarer, unfreiwilliger Urinverlust, der auf Basis von Symptomen oder Befunden nicht eindeutig zuzuordnen ist.

Maßnahmen

Die Therapie sämtlicher Erkrankungen setzt, wenn möglich, an der Ursache an. Leider gibt es für viele Erkrankungen, die der Inkontinenz zu Grunde liegen, bisher keine adäquate Therapiemöglichkeit. Sollten Sie eine Blasenschwäche bei sich feststellen, konsultieren sie als erstes Ihren Hausarzt. Mit ihm klären Sie mögliche Therapieansätze ab oder werden von diesem zu einem Spezialisten (z.B. Gynäkologe bzw. Urologe) überwiesen.

Häufig kann das Trainieren des Beckenbodens hilfreich sein, um eine Inkontinenz vorzubeugen oder zu verringern. In folgender PDF Datei finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Inkontinenz und die entsprechenden Maßnahmen, wie Beckenbodentraining und Blasentraining.

Versorgung

Inkontinenzprodukte, egal ob ableitende oder aufsaugende, gehören zu den verordnungsfähigen Hilfsmitteln. Gemäß §33 Abs. 1 Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V) haben gesetzlich Versicherte gegenüber ihrer Krankenkasse einen Sachleistungsanspruch auf Hilfsmittel, wenn diese dazu dienen

  • den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder
  • einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder
  • eine Behinderung auszugleichen.

Für die entsprechende Versorgung schließen Krankenkassen Verträge mit Leistungserbingern ab. inkozell versorgt als Leistungserbinger Versicherte nahezu aller gesetzlichen Krankenkassen bundesweit.

Über einen umfangreichen Service, zu dem die individuelle Beratung, Bemusterung und Lieferung der benötigten Produkte an den Wohnort gehört, sichern wir die bestmögliche Versorgung mit Inkontinenzprodukten ab.

Benötigen Sie oder ein Angehöriger Inkontinenzhilfsmittel wenden sie sich vertrauensvoll an uns. Informationen dazu wie Sie vorgehen, wenn Sie eine Verordnung benötigen oder bereits eine haben, lesen Sie in unseren FAQs.

Inkontinenz beim Mann

Auch Männer, unabhängig vom Alter, können unter einer Inkontinenz, dem unkontrollierten Harn- oder Stuhlverlust, leiden.

Eine genaue Zahl der Betroffenen ist nicht bekannt, da viele Männer aus Schamgefühl oder aus Angst vor der Reaktion der Mitmenschen, schweigen.

Aus dieser Situation heraus werden betroffene Männer in Bezug auf die Versorgung der Inkontinenz sehr erfinderisch. Sie bedienen sich an den Slipeinlagen der Partnerin, haben Papiertücher oder sogar Socken in der Unterhose. Aufgrund der hygienischen und inkontinenzbedingten emotionalen Probleme kann es bei den Betroffenen zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität bis hin zur sozialen Isolation kommen.

DAS muss nicht sein!

Auch für Männer gibt es spezielle Inkontinenzprodukte, die auf die Form der Inkontinenz und auf die Bedürfnisse des Mannes angepasst sind.

Als Spezialist für Inkontinenzprodukte ist es uns eine Herzensangelegenheit, Ihnen schnell, unkompliziert und diskret zu helfen. Treten Sie einfach per Email mit uns in Kontakt – z. B. um Muster anzufordern, Produkte zu bestellen oder Fragen beantwortet zu bekommen.

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Unsere kompetenten Medizinprodukteberater werden Sie persönlich beraten und Ihnen all Ihre Fragen beantworten.

Gemeinsam mit finden wir die passende Lösung!

Ursachen

Eine Inkontinenz kann verschiedene Ursachen haben.

Die wohl mit am häufigsten auftretende Ursache ist die Prostatavergrößerung bzw. die Inkontinenz nach einer Prostataoperation.

Aber auch Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Nervenerkrankungen (Morbus Parkinson, Multiple Sklerose) oder eine Demenz können zu einer Inkontinenz führen.

Einen großen Einfluss auf unseren Urogenitaltrakt haben auch psychische Belastungen wie z.B. Stess, gesellschaftliche Zwänge und Traumata.

Maßnahmen

Grundsätzlich sollten Sie einen Arzt aufsuchen, damit geklärt werden kann, welche Ursachen die Inkontinenz hat (Hausarzt, Urologe, Neurologe).

Unabhängig vom Arztbesuch bieten wir Ihnen eine große Auswahl an Inkontinenzprodukten, die speziell für Männer entwickelt wurden.

Das ist unser Beitrag, Ihnen wieder ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.

Unser Produktportfolio umfasst u.a. Einlagen, Vorlagen und auch die fachgerechte Versorgung mit Urinalkondomen.

 Zögern Sie nicht – handeln Sie jetzt!

Männer kontaktieren inkozell...

Sie erreichen uns unter: 0800 66 45 915

oder per Email: Maenner@inkozell.de